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Feuerwehrlexikon

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Begriff Definition
AdF

Abkürzung für Angehöriger der Feuerwehr. Bezeichnung aller Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen.

Alarmstufe

Die Alarmstufen sind im Alarmstufenplan festgelegt. Je nach Ereignis werden durch die Einsatzzentrale entsprechende Alarmstufen ausgelöst. Alarmstufe 0 beinhaltet nur die Offiziere, für Kleinstereignisse wie z.B. beseitigen einer Ölspur. Alarmstufe 0.1 beinhaltet 15 AdF, die bei einem Ereignis bei den Nachbarwehren ohne ADL mit der ADL zu deren unterstützung ausrücken. Bei einem Alarm über eine Brandmeldeanlage oder bei einem Fahrzeugbrand wird Stufe 1 ausgelöst, ca. 20 AdF. Dabei wird berücksichtigt, wo das Ereignis ist und entsprechend Stufe 1.1 (EF Beringen), Stufe 1.2 (EF Löhningen) und Stufe 1.3 (EF Guntmadingen) oder zur Erhöhung der Anzahl Einsatzkräfte eine beliebige Kombination dieser Stufen aufgeboten. Bei grösseren Ereignissen (Zimmerbrand) wird Stufe 2 (2.1, 2.2, 2.3) ausgelöst, welcher pro Ort schon ca. 30 AdF angehören. Stufe 3 kommt bei einem Gebäudebrand zur Anwendung, dort werden 70 AdF aufgeboten. Stufe 4 alarmiert zusätzlich den Stützpunkt. Grossalarm wird über Stufe 5 ausgelöst, dies betrifft den gesamten WVO (über 100 AdF).

AS

Abkürzung für Atemschutz.

Atemschutzgerät

Anderes Wort für Pressluftatemgerät.

Ausgleichsbecken

Ein Ausgleichsbecken wird bei einem Wassertransport als Zwischenspeicher/Puffer von Wasser benutzt. Der Zubringer (Motorspritze, Tanklöschfahrzeug) füllt das Ausgleichsbecken und auf der Entnahmeseite wird mittels Motorspritze oder Tanklöschfahrzeug das Wasser abgesaugt und weitergefördert oder dem Endverbraucher zugeführt.

Backdraft

Der Backdraft (englisch) oder auch Rauchgasexplosion genannt ist ein explosionsartiges Entzünden von Rauchgasen.

BMA

Abkürzung für Brandmeldeanlage.

Bodyguard

Elektronischer Überwachungsanzeiger an Atemschutzgeräten. Überwacht die Restluftmenge, die Umgebungstemperatur und ob sich der Atemschutzgeräteträger noch bewegt. Mittels einem lauten Tonsignal warnt der Bodyguard vor zur Neige gehender Atemluft, vor zu heisser Umgebung oder im Falle eines Unfalls, bei dem sich der Atemschutzgeräteträger nicht mehr bewegt, zeigt er dessen Position an.

Brandmeldeanlage

Eine Brandmeldeanlage (Abkürzung BMA) dient zur automatischen Erkennung von Gefahrensituationen wie Brand- und Rauchentwicklung. Weiter gibt es die Möglichkeit, durch optische Sensoren Feuer anhand des ausgesendeten Lichtes zu erkennen. Die Alarmierung zur Einsatzzentrale erfolgt in den meisten Fällen automatisch, kann aber auch manuell per Knopfdruck ausgelöst werden.

CAFS

Compressed Air Foam System. Effizienter Löschschaum, welcher mit Wasser, Schaummittel und Druckluft erzeugt wird.

Direkteinspeisung

Muss ein Wassertransport weite Strecken oder grosse steigende Höhenunterschiede überwinden, reicht am Ende der Druck für einen Löscheinsatz nicht mehr aus. Deshalb werden zwei oder mehrere Motorspritzen in die Transportleitung eingeschlauft und eine Druckverstärkung erzeugt. Wird nun der Zuführende Transportschlauch direkt an die Saugseite der folgenden Motorspritze oder des Tanklöschfahrzeuges angeschlossen, ohne den Umweg über ein Ausgleichsbecken oder den Tank des TLF's zu nehmen, spricht man von einer Direkteinspeisung.

Dreifacher Brandschutz

Bei einem Ereignis, bei welchem eine brennbare Flüssigkeit austritt, diese aber noch nicht brennt, baut man einen dreifachen Brandschutz auf. Die drei eingesetzten Löschmittel sind Wasser, um die Dämpfe niederzuschlagen, Schaum, um die Flüssigkeit mit einem Schaumteppich abzudecken und vor dem entzünden zu bewahren und Pulver, um einen Erstschlag bei der Entzündung auszuführen.

Dreifacher Löschangriff

Bei einem Ereignis, bei welchem eine brennbare Flüssigkeit austritt und diese in Brand geraten ist, baut man einen dreifachen Löschangriff auf. Die drei eingesetzten Löschmittel sind Wasser, um die Dämpfe niederzuschlagen, nahe Objekte zu kühlen und um zu Löschen, Schaum, um den Brand mit einem Schaumteppich abzudecken und Pulver, Rückzündungsbrände zu löschen und die Einsatzkräfte zu schützen.

Druckleitung

Die Druckleitung ist die eigentliche Löschleitung, die entweder direkt vom Druckerzeuger (Tanklöschfahrzeug, Motorspritze) oder ab dem Teilstück aufgebaut wird. Wir setzen vorzugsweise Leitungen der Nennweite 40 (Innen-ø40mm) ein. Es gibt auch Druckleitungen mit Nennweite 55.

Druckverstärkung

Hydranten bringen in der Regel genügend Wasser für einen Löscheinsatz, der Druck reicht aber nicht aus, um mehrere Strahlrohre genügend unter Druck zu setzen, um damit eine ordentliche Wurfweite des Wassers zu erreichen. Deshalb wird kurz nach dem Hydranten eine Motorspritze angekuppelt und mit ihr der Druck in der Transportleitung verstärkt.

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